Kennst du dieses Gefühl am Monatsende?
Du warst nicht shoppen. Du hast nichts „Großes“ gekauft. Und trotzdem ist wieder Geld weg.
Nicht für eine Renovierung. Nicht für Urlaub. Nicht für Dinge, die dein Leben wirklich besser machen.
Sondern für:
- Nachgekaufte Kleinigkeiten
- Spontane Drogerieprodukte
- Dinge, die ständig leer gehen
- Dinge, die man „immer mal eben“ braucht

Ich habe irgendwann gemerkt:
Es sind nicht die großen Anschaffungen, die unser Budget sprengen. Es sind die kleinen Dinge, die wir 12× im Jahr neu kaufen müssen. Es summiert sich. Und irgendwann stellt sich die Fragen: Ist das überhaupt nötig? Oder kriegen wir das auch anders hin?
Hier geht es nur begrenzt ums sparen. Es geht mehr darum, dass du dein Geld für andere, sinnvolle Dinge nutzen kannst, die dir Freude bereiten und auch noch hochwertiger sind - eben, weil sie nicht viele undurchsichtige Inhaltsstoffe und Krankmacher enthalten.
Hier sind fünf Sachen, die du ganz einfach ersetzen kannst. Und das gesparte Geld ist doch besser angelegt in einem schönen Abend mit deinem Partner oder in einem Familienausflug, oder?
1. Allzweckreiniger

Kosten pro Jahr (gekauft):
ca. 20–30 €
Viele Reiniger bestehen zu großen Teilen aus:
- Wasser
- Duftstoffen
- Alkohol
… und sind nach 3–4 Wochen leer. Gehen wir davon aus, dass eine Flasche zwischen 2 und 3 Euro kostet, kannst du so schon ganz einfach 20-25 Euro einsparen.
DIY Alternative:
- 500 ml Wasser
- 2 EL Essig
- 10 Tropfen ätherisches Öl (Zitrone oder Lavendel)
In eine Sprühflasche füllen – fertig.
Kosten pro Flasche: unter 0,50 €, wenn überhaupt :-).
Hält: 3–4 Wochen
2. Augenpads & Gesichtspflege
Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten Pflegeprodukte einzusparen. Die Kosten sind von mir geschätzt und natürlich ganz individuell. Ich zeige dir einmal, was ich immer verwendet habe und was ich jetzt verwende. So kannst du gucken, ob es sich für dich lohnt ebenfalls an diesen Dingen zu sparen.

Für die Gesichtsreinigung habe ich immer Wattepads* verwendet, zwei pro Tag. Das macht 60 im Monat und damit ca. 720 im Jahr und das macht ca. 28 Euro. Nur für Wattepads. Und dabei sind Wattepads natürlich nicht unendlich teuer. Aber: Ich nutze sie einmal und werfe sie weg.
Das habe ich so gemacht bis meine Mutter Wattepads selber genäht hat. Damit mache ich mir nun das Gesicht sauber, wasche sie und - verwende sie wieder. Perfekt für die Umwelt und meinen Geldbeutel!
Aber das ist natürlich nicht alles. Irgendetwas muss ich schließlich auf die Wattepads drauf machen, um mein Gesicht zu reinigen. Ich habe dafür immer Mizellenwasser* genutzt. Damit komme ich sogar richtig lange aus. Sagen wir, ich benötige 2 pro Jahr, dann bin ich bei ca. 10 Euro. Und dann brauche ich natürlich noch eine Gesichtspflege. Obwohl ich wirklich sehr genügsam bin, was Kosmetika angeht, kostet ein Fläschchen ca. 12-15 Euro. Ok, es ist von Lavera*, es ist Naturkosmetik, ohne Tierversuche und ich mag den Geruch. Aber auch das verursacht, selbst bei sparsamer Nutzung, Kosten von ca. 60 Euro im Jahr.
Das macht zusammen: Kosten pro Jahr nur für die Gesichtspflege (gekauft) ca. 100 €. Hier kann ich ohne Probleme die Wattepads mit 30 € einsparen - und das bedeutet keinen Verzicht, lediglich eine Optimierung.
DIY Alternative hier sind die wiederverwendbaren Pads.
Waschbar + immer verfügbar. Wenn du auch Augenpads magst (ich verwende sie hin und wieder mal, wenn ich mich 10 Minuten auf die Couch legen kann), ist das hier vielleicht eine selbstgemachte Möglichkeit für dich, ich finde die zum Auffrischen perfekt!
Ich würde dir hier gerne selbstgemachtes Mizellenwasser empfehlen. Aber: Es ist nur ca. 7-10 Tage haltbar und daher sorge ich dann nur dafür, dass du ständig neues Gesichtswasser aufsetzen musst. Aus diesem Grund ist das für mich keine Alternative, ebenso wenig wie selbstgemachte Cremes (es sei denn, du brauchst sie für einen DIY Mädelsabend).
3. Tütensuppen & Fix-Mischungen
Ich will ja gar nicht sagen, dass Maggi & Co. nicht schmecken und hin und wieder sind sie definitiv mal eine Alternative - aber: Gesund geht anders und ins Geld gehen kann das auch... Ein Tütchen kostet gut und gerne 1,20 €, für 3-4 Portionen kann man auch ruhig zwei Tüten nehmen. So kostet schon die Gewürzmischung 2,40 €. Dazu kommt noch Fleisch, Reis, Nudeln und Co.
Kosten pro Jahr (gekauft), selbst wenn du nur jeden Monat zweimal die Fix-Mischungen und zweimal Tütensuppen nutzt: ca. 55 €

Du zahlst für:
- Verpackung
- Marketing
- Salz
DIY Alternative:
Vorratsmischung im Glas:
- getrocknete Kräuter, z.B. aus dem eigenen Garten - die sind viel intensiver!
- Gemüseflocken*
- Salz
- Gewürze
Einmal mischen → monatelang nutzen. Natürlich kosten Gewürze und Gemüseflocken auch. Hier geht es also mehr um eine kleine Ersparnis aber definitiv um eine Erhöhung deiner Lebensqualität - selbstgemacht ist einfach gesünder!
4. Duftkerzen

Bei uns sind jeden Abend Kerzen an. Ein Teelicht (oder eine Duftkerze) steht auf dem Tisch und zwei große Stumpenkerzen stehen in einem großen Kerzenständer aus Holz. In diesem Set Duftkerzen sind 12 verschiedene Düfte und sie haben eine Brenndauer von ca. 180 Stunden. Wenn wir davon ausgehen, dass die Kerzen pro Abend 3 Stunden brennen, kosten also 60 Tage ca. 20 Euro. Das macht Kosten von ca. 120 Euro im Jahr. Natürlich sind wir nicht immer zuhause und natürlich bleiben die Kerzen auch einmal aus - oder brennen auch länger. Daher sind das wirklich alles ca. Angaben. Aber Fakt ist: Ich habe keine Ahnung, was mir da jeden Abend um die Nase weht und was ich da genau einatme...
Aus diesem Grund glaube ich, dass es besser ist, seine Kerzen selber zu gießen - ohne großen Aufwand.
Hier gibt's eine Anleitung.
Kosten pro Jahr (gekauft): ca. 120 €
Viele günstige Kerzen:
- rußen
- brennen schnell ab
- enthalten Paraffin
DIY Alternative:
- Sojawachs*
- Ätherisches Öl* (gerade abends mag ich gerne Lavendel, zur Entspannung)
- Glasbehälter (nachhaltiger, kannst du immer wieder benutzen = du musst nicht so häufig zum Altglascontainer 😉 )
Hält länger + besser für Raumluft.
Fairerweise muss man aber sagen, dass du hier nicht unendlich viel Geld sparst. Sojawachs kostet ca. 15 Euro pro KG und daraus kannst du, wenn eine Kerze 70 gr hat, ca. 14 Kerzengläschen machen. Du benötigst aber auch noch Dochte und natürlich ätherisches Öl (wahrscheinlich hast du das schon zuhause, da du es ja auch für viele andere DIYs benötigst).
Hier sparst du also nur wenige Euros (ca. 20) aber gesünder ist auch das allemal!
5. Spielzeug für Haustiere
Ob Spielzeug für unsere beiden Mietzen, für den kleinen Frechdachs Chrissy meiner Mama oder für unseren Hund Maxi, das Geld sitzt hier locker, schließlich macht man dem Tier gerne eine Freude. Außerdem erfreut man (also ich auf jeden Fall) sich auch daran, wie lebhaft er oder sie damit spielt.
Kosten pro Jahr (gekauft): ca. 50 €, gerne auch mehr.
Viele Spielzeuge:
- gehen schnell kaputt
- sind aus Plastik
- landen nach Tagen im Müll
DIY Alternative:
- Stoffreste
- alte T-Shirts
- Filz


Ich hätte nie gedacht, wie sehr lange man (der kleine Frechdachs meiner Mutter) sich mit einem Stückchen Stoff beschäftigen kann. Es ist auch eine Freude anzusehen, was es für eine Mühe bedeutet, Leckerchen aus einem Pappkarton, der mit leeren Zewa- oder Toilettenpapierrollen gefüllt ist, herauszufischen.
Und das alles kostenlos.
Letztes Jahr Weihnachten habe ich einen Adventskalender gekauft - für meine beiden Katzen*, einen für Chrissy und natürlich auch einen für Maxi*. Alle waren sich einig: Die Leckerchen schmecken nicht und das Spielzeug... na ja. Es gibt besseres. 20 € verschwendet!
Das hier sind nur fünf Möglichkeiten, wie du mit selbst gemachten Dingen Geld sparen kannst - ganz ohne großen Aufwand, oft mit Sachen, die du schon zuhause hast.
Sicherlich entdeckst du in deinem zuhause noch viele weitere Möglichkeiten.
Schreib sie mir gerne in die Kommentare!

