
Leere Klopapierrollen gehören zu den Bastelmaterialien, die man viel zu schnell wegwirft. Dabei lassen sich daraus erstaunlich praktische Dinge machen. Für diesen kleinen Schreibtischorganizer werden mehrere Rollen mit hübschem Papier beklebt und anschließend auf einem selbstgemachten Tablett arrangiert.
Das Besondere ist dabei nicht nur die Gestaltung der Rollen. Auch das Tablett kannst du komplett selbst herstellen: aus einem Stück stabiler Karton oder Pappe und Juteband bzw. Jutekordel, die rundherum aufgeklebt wird. Dadurch bekommt der Organizer einen natürlichen, gemütlichen Look und die einfache Pappe ist später kaum noch zu erkennen.
Du kannst den Organizer für Stifte, Scheren, Lineale, Pinsel, Marker oder kleine Büroartikel verwenden. Auch im Bastelzimmer ist er praktisch – zum Beispiel für
Werkzeuge, Kleber, Falzbein, Pinsel oder kleinere Materialreste.
Das brauchst du
Für die Rollen:
- mehrere leere Klopapierrollen
- ausgedruckte Designpapiere bzw. das Printable (weiter unten zum kostenlosen Download)
- Schere oder Cutter
- Lineal
- Bleistift
- Klebestift oder Bastelkleber
- optional doppelseitiges Klebeband*

Für das Tablett:
- ein Stück feste Pappe oder Karton, zum Beispiel von einem Versandkarton
- Juteband*, Jutekordel* oder dickere Naturkordel
- Heißkleber* oder ein sehr starker Bastelkleber
- Schere
- Bleistift
- optional eine Schüssel, einen Teller oder eine andere Form als Schablone

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Denn unkompliziert und schnell umzusetzen ist der Anspruch an diesen DIY Guide für ein schönes zuhause!
Außerdem kannst du kleine Dekoelemente verwenden, wenn du möchtest – zum Beispiel eine kleine Klammer, ein Herz aus Kraftpapier oder ein zusätzliches Stück Juteband.
Schritt 1: Klopapierrollen vorbereiten

Sammle zunächst einige leere Klopapierrollen und kontrolliere, ob noch Papierreste daran hängen. Diese kannst du vorsichtig abziehen.
Die Rollen müssen nicht alle gleich hoch bleiben. Gerade wenn du verschiedene Stifte und Utensilien darin aufbewahren möchtest, sieht es oft schöner und praktischer aus, wenn du unterschiedliche Höhen verwendest.
Du kannst zum Beispiel:
- einige Rollen in ihrer ursprünglichen Höhe lassen,
- eine Rolle um etwa ein Drittel kürzen,
- eine weitere Rolle ungefähr halbieren.
So entstehen später unterschiedlich hohe Fächer.
Wenn du eine Rolle kürzen möchtest, zeichne dir die gewünschte Höhe am besten rundherum mit Bleistift an. Schneide anschließend langsam entlang der Linie. Kleine Unebenheiten sind dabei überhaupt nicht schlimm, da der obere Rand später ohnehin durch das Papier optisch ruhiger wirkt.
Schritt 2: Die Rollen mit Papier bekleben
Miss nun die Höhe und den Umfang deiner Rollen aus.
Bei einer normalen Klopapierrolle liegt der Umfang meist ungefähr bei 14–15 cm. Plane zusätzlich ungefähr 0,5 bis 1 cm Überlappung ein, damit du das Papier später sauber zusammenkleben kannst.
Schneide dein ausgedrucktes Designpapier passend zu.

Lege den Papierstreifen zunächst einmal um die Rolle, bevor du Kleber verwendest. So kannst du kontrollieren, ob das Motiv richtig herum sitzt und ob das Papier ausreichend überlappt.
Bestreiche anschließend entweder die Rückseite des Papiers dünn mit Kleber oder bringe einen Streifen doppelseitiges Klebeband an.
Dann:
- Papier gerade an der Rolle ansetzen.
- Langsam um die Rolle herumführen.
- Mit den Fingern glattstreichen.
- Die überlappende Kante festkleben.
- Gut trocknen lassen.
Achte besonders darauf, dass sich keine größeren Luftblasen bilden.
Wenn du mehrere Rollen gestaltest, wirken zwei oder drei unterschiedliche Muster besonders schön. Du kannst zum Beispiel ein botanisches Design mit Punkten und einem geometrischen Muster kombinieren.

Schritt 3: Form und Größe des Tabletts festlegen
Bevor du das Tablett ausschneidest, stelle zunächst deine fertigen Rollen probeweise zusammen.
So siehst du, wie groß dein Tablett werden muss.
Du kannst die Rollen beispielsweise:
- in einer kleinen Gruppe zusammenstellen,
- halbkreisförmig anordnen,
- eine hohe Rolle nach hinten stellen,
- kleinere Rollen nach vorne setzen.
Lass rundherum etwa 1–2 cm Platz, damit später noch der mit Jute umwickelte Rand zu sehen ist.
Das Tablett kann rund, oval oder rechteckig sein. Für einen gemütlichen, organischen Look finde ich eine ovale oder abgerundete Form besonders schön.
Schritt 4: Den Boden für das Tablett ausschneiden

Lege deine Rollen auf die Pappe und zeichne die gewünschte Form grob darum herum.
Alternativ kannst du einen Teller oder eine kleine Schale als Schablone verwenden.
Schneide die Form anschließend mit einer stabilen Schere oder vorsichtig mit einem Cutter aus.
Wenn deine Pappe sehr dünn ist, kannst du zwei identische Formen ausschneiden und aufeinanderkleben.
Dadurch wird das Tablett deutlich stabiler.
Lass den Kleber vollständig trocknen, bevor du weitermachst.
Schritt 5: Das Tablett mit Juteband gestalten
Jetzt kommt der Teil, der dem Tablett seinen besonderen Look gibt.
Für den Rand kannst du entweder:
- breites Juteband,
- gedrehte Jutekordel,
- Sisalkordel
- oder eine andere dickere Naturkordel verwenden.


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Denn unkompliziert und schnell umzusetzen ist der Anspruch an diesen DIY Guide für ein schönes zuhause!
Eine etwas dickere Kordel funktioniert besonders gut, weil du damit schneller mehrere sichtbare Reihen aufbauen kannst.
Beginne an einer möglichst unauffälligen Stelle.
Gib einen kleinen Punkt Heißkleber an den äußeren Rand der Pappe und drücke das Ende der Jutekordel darauf.
Anschließend führst du die Kordel einmal komplett um den äußeren Rand.
Dabei immer nur kleine Abschnitte kleben:
- etwa 3–5 cm Kleber auftragen,
- Kordel auflegen,
- kurz andrücken,
- den nächsten Abschnitt kleben.
Arbeite dich so einmal komplett rundherum.
Danach kannst du direkt mit der nächsten Runde beginnen.
Klebe die zweite Reihe möglichst dicht an die erste, sodass zwischen den Reihen keine großen Lücken entstehen.
Je nachdem, wie hoch der Rand wirken soll, kannst du zwei, drei oder sogar vier Reihen Juteband bzw. Kordel übereinander kleben.
Auf dem Beispiel wirkt ein Rand aus mehreren Reihen besonders schön, weil das Tablett dadurch fast wie ein kleines geflochtenes Körbchen aussieht.
Das Ende der Kordel schneidest du sauber ab und klebst es ebenfalls gut fest.
Noch schöner wird der Boden
Wenn dich die sichtbare Pappe auf der Oberseite stört, kannst du zusätzlich:
- Kraftpapier,
- ein neutrales Designpapier
- oder ein Stück dünnen Stoff
auf die Oberseite des Tabletts kleben.
Dafür legst du den Pappboden auf das Papier, zeichnest die Form nach und schneidest sie etwas kleiner aus. Anschließend klebst du sie mittig auf den Boden.
Das ist kein Muss, macht das Ergebnis aber noch sauberer.
Schritt 6: Rollen auf dem Tablett anordnen
Wenn alle Rollen und das Tablett trocken sind, kannst du verschiedene Anordnungen ausprobieren.
Stelle höhere Rollen eher nach hinten und kleinere Rollen nach vorne.
Eine schöne Kombination wäre zum Beispiel:
- hinten eine hohe Rolle für Lineale,
- daneben eine hohe Rolle für Scheren,
- eine mittlere Rolle für Marker,
- eine niedrigere Rolle für kurze Stifte,
- eine ganz kleine Rolle für Büroklammern oder Radiergummis.
Drehe die Rollen dabei so, dass die schönsten Stellen der Muster nach vorne zeigen.

Schritt 7: Rollen befestigen
Du kannst die Rollen theoretisch lose auf dem Tablett stehen lassen. Stabiler wird der Organizer allerdings, wenn du sie festklebst.
Dafür eignet sich Heißkleber besonders gut.
Gib einen dünnen Klebering auf die Unterkante der ersten Rolle und stelle sie an ihre Position.
Drücke sie einige Sekunden an.

Danach befestigst du die übrigen Rollen genauso.
Wenn die Rollen sehr dicht nebeneinanderstehen, kannst du zusätzlich an einzelnen Berührungspunkten einen winzigen Tropfen Kleber zwischen zwei Rollen geben. Dadurch wird die Konstruktion noch stabiler.
Schritt 8: Organizer befüllen
Jetzt kannst du den Organizer nach Lust und Laune befüllen.
Zum Beispiel mit:
- Bleistiften
- Buntstiften
- Finelinern
- Markern
- Scheren
- Linealen
- Pinseln
- Klebestiften
- Büroklammern
- Radiergummis
- kleinen Washi-Tapes
Besonders praktisch ist, dass du die Anzahl und Höhe der Rollen genau auf deine eigenen Materialien abstimmen kannst.

Idee für verschiedene Varianten
Du musst den Organizer natürlich nicht nur für den Schreibtisch verwenden.
Die gleiche Idee funktioniert auch:
Im Bastelzimmer:
für Scheren, Pinsel, Kleber, Falzbein und Werkzeuge.
Im Kinderzimmer:
für Buntstifte, Filzstifte und kleine Bastelmaterialien.
Im Badezimmer:
zum Beispiel für Schminkpinsel oder kleine Pflegeprodukte – hier würde ich allerdings darauf achten, dass der Organizer nicht nass wird.
Für Nähzubehör:
für Stoffmarker, kleine Scheren, Maßband und andere Werkzeuge.

Mein Tipp für das Printable
Wenn du die Muster ausdruckst, würde ich die DIN-A4-Seiten immer jeweils in zwei große Designflächen teilen.
Zum Beispiel:
Seite 1
- Salbeigrün mit cremefarbenen Punkten
- Kraftpapier mit botanischen Blättern
Seite 2
- warmes Senfgelb mit dezentem Chevron-Muster
- Creme mit kleinen salbeigrünen Blättern
Seite 3
- warmes Kraftpapier mit kleinen Herzen
- gedecktes Grün mit feinen Linien oder Karos

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Denn unkompliziert und schnell umzusetzen ist der Anspruch an diesen DIY Guide für ein schönes zuhause!
Dadurch bekommt man mehrere unterschiedliche Rollen, die trotzdem farblich wunderbar zusammenpassen.
Wichtig wäre dabei, die Musterflächen wirklich möglichst groß und ohne weitere Texte oder Deko anzulegen. Dann kann man sie flexibel auf unterschiedliche Rollenhöhen zuschneiden und hat weniger Papierverlust.
Drucktipp:
Für ein schönes Ergebnis eignet sich etwas stärkeres mattes Papier mit etwa 120g/m². Normales Druckerpapier funktioniert ebenfalls, lässt sich aber etwas leichter wellig kleben.

Download
Hier findest du die Designpapiere zum Download

