Stoffsterne nähen: So wird aus kleinen Stoffresten wunderschöne Weihnachtsdeko

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Kleine Stoffreste sind oft zu schade zum Wegwerfen – aber gleichzeitig zu klein für ein größeres Nähprojekt. Genau für solche Stoffstücke sind diese genähten Stoffsterne aus Stoffresten perfekt.

Du brauchst nur wenig Material, kannst unterschiedliche Stoffe miteinander kombinieren und bekommst eine Weihnachtsdeko, die deutlich gemütlicher wirkt als gekaufte Anhänger aus Kunststoff oder glänzendem Metall.

Die Sterne kannst du an einen Zweig hängen, als Weihnachtsbaumschmuck verwenden, auf Geschenke binden oder mehrere davon zu einer kleinen Girlande zusammensetzen.

Und das Beste: Das Projekt funktioniert auch dann gut, wenn du noch nicht besonders viel Näherfahrung hast.

Stoffreste verwerten statt neue Weihnachtsdeko kaufen

Gerade bei kleinen Nähprojekten sammeln sich schnell Stoffabschnitte an: ein Stück Baumwolle von einem Kissen, ein Rest Leinen, ein kleines Stück Karostoff oder ein paar Zentimeter Musselin.

Für ein neues größeres Projekt reicht das oft nicht mehr. Für einen Stoffstern dagegen schon.

Dadurch kannst du aus Materialien, die ohnehin vorhanden sind, eine kleine Weihnachtsdekoration nähen und musst dafür nicht erst mehrere neue Stoffe kaufen.

Besonders schön wird es, wenn die Sterne nicht vollkommen identisch aussehen. Unterschiedliche Stoffe und leicht verschiedene Größen wirken zusammen oft interessanter als eine exakt gleiche Serie.

Das brauchst du für deine Stoffsterne

Für die Stoffsterne benötigst du:

  • Stoffreste, zum Beispiel Baumwolle, Leinen oder Musselin (oder hier ein schönes Paket*!)
  • eine einfache Sternschablone (gibt's im kostenlos hier)
  • Stoffschere*
  • Stecknadeln oder Stoffklammern*
  • Nähmaschine und passendes Garn
  • etwas Füllwatte*
  • dünnes Band, Garn oder Kordel* zum Aufhängen
  • optional einen Holzstab oder eine stumpfe Stricknadel zum Ausformen

Für dieses Projekt eignen sich eher nicht dehnbare Stoffe. Baumwollstoffe lassen sich besonders einfach verarbeiten.

Sehr dicke Stoffe sind dagegen schwieriger zu wenden und an den Sternspitzen schnell etwas klobig.

Kostenloses Schnittmuster

Lade dir das Schnittmuster mit den verschiedenen Sternen kostenlos herunter. 

Du bekommst ein PDF, das du ganz einfach ausdrucken kannst. Anschließend scheidest du die Sterne aus und kannst schon loslegen!

Welche Größe eignet sich für Stoffsterne?

Für kleine Anhänger sind Sterne mit ungefähr 8 bis 12 Zentimetern Durchmesser praktisch.

Wenn du die Sterne später an den Weihnachtsbaum hängen möchtest, würde ich ungefähr 10 Zentimeter wählen. Dadurch sind sie groß genug, um sichtbar zu sein, wirken aber nicht zu wuchtig.

Für eine Fensterdeko oder eine Girlande kannst du mehrere Größen miteinander kombinieren.

Zum Beispiel:

  • kleine Sterne mit etwa 7–8 cm
  • mittlere Sterne mit etwa 10 cm
  • größere Sterne mit etwa 12–14 cm

Gerade diese Mischung macht die fertige Dekoration lebendiger.

Stoffsterne nähen – Schritt für Schritt

Schritt 1: Sternschablone vorbereiten

Lade dir das Schnittmuster aus dem Shop herunter (kostenlos), drucke und schneide es aus. Dann kannst du sofort loslegen. Du kannst natürlich auch eigene Sterne malen und diese als Vorlage nehmen.

Für jeden Stern benötigst du zwei Stoffteile.

Du kannst beide Seiten aus demselben Stoff zuschneiden oder bewusst zwei verschiedene Stoffreste kombinieren.

Schritt 2: Stoff zuschneiden

Lege den Stoff rechts auf rechts aufeinander, wenn du direkt zwei identische Teile zuschneiden möchtest.

Übertrage die Sternform auf den Stoff und schneide beide Stofflagen aus.

Wenn dein Stoff leicht ausfranst, solltest du beim späteren Nähen darauf achten, nicht zu knappkantig zu arbeiten.

Eine Nahtzugabe von ungefähr 0,7 bis 1 Zentimeter ist für dieses Projekt gut geeignet.

Schritt 3: Aufhänger vorbereiten

Schneide ein ungefähr 12 bis 15 Zentimeter langes Stück Band oder Kordel ab und lege es zu einer Schlaufe.

Die Schlaufe kommt zwischen die beiden Stofflagen.

Dabei zeigt die eigentliche Schlaufe nach innen, während die beiden Enden ein kleines Stück aus dem Stoffstern herausragen.

So wird der Aufhänger später beim Zusammennähen direkt mit eingefasst.

Stecke ihn gut fest, damit er beim Nähen nicht verrutscht.

Schritt 5: Nahtzugaben an den Sternspitzen zurückschneiden

Dieser kleine Schritt macht später einen großen Unterschied.

Schneide die Nahtzugabe an den äußeren Sternspitzen vorsichtig etwas zurück.

Auch in den inneren Winkeln zwischen den Sternzacken kannst du die Nahtzugabe vorsichtig bis kurz vor die Naht einschneiden.

Aber Achtung: Schneide niemals in die eigentliche Naht.

Durch diese kleinen Einschnitte kann sich der Stoff nach dem Wenden besser verteilen und der Stern bekommt eine deutlich schönere Form.

Kostenloses Schnittmuster

Lade dir das Schnittmuster mit den verschiedenen Sternen kostenlos herunter. 

Du bekommst ein PDF, das du ganz einfach ausdrucken kannst. Anschließend scheidest du die Sterne aus und kannst schon loslegen!

Schritt 6: Stern wenden

Wende den Stoffstern vorsichtig durch die Öffnung auf die rechte Seite.

Forme anschließend jede Sternspitze einzeln aus.

Dafür kannst du zum Beispiel einen stumpfen Holzstab, eine Löffelspitze, einen Pinselstiel oder eine dicke Stricknadel verwenden.

Arbeite dabei vorsichtig. Wenn du zu stark gegen die Spitze drückst, kannst du den Stoff oder die Naht beschädigen.

Der Stern muss übrigens nicht vollkommen geometrisch aussehen.

Gerade etwas weichere, leicht unregelmäßige Stoffsterne wirken später sehr gemütlich und handgemacht.

Schritt 7: Stoffstern füllen

Gib nun nach und nach etwas Füllwatte in den Stern.

Beginne am besten mit den Sternspitzen.

Schiebe kleine Mengen Füllwatte zuerst vorsichtig in die einzelnen Zacken und fülle anschließend die Mitte.

Nimm lieber mehrere kleine Portionen als einen großen Wattebausch.

So vermeidest du Klumpen.

Der Stern sollte außerdem nicht zu fest gefüllt werden.

Eine relativ flache, weiche Form sieht bei solchen Anhängern meistens schöner aus und lässt sich später besser an Zweigen oder am Weihnachtsbaum aufhängen.

Schritt 8: Wendeöffnung schließen

Zum Schluss schlägst du die offenen Stoffkanten an der Wendeöffnung nach innen.

Du kannst die Öffnung anschließend knappkantig mit der Nähmaschine schließen.

Noch unauffälliger wird das Ergebnis mit einem Matratzenstich beziehungsweise Leiterstich von Hand.

Danach ist dein Stoffstern fertig.

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Stoffsterne ohne Füllwatte nähen

Wenn du besonders einfache und eher flache Sterne möchtest, kannst du die Füllwatte auch komplett weglassen.

Eine schöne Variante ist außerdem, die Stoffteile links auf links zusammenzulegen und knappkantig außen herum zu nähen.

Die offene Stoffkante bleibt dann sichtbar.

Das funktioniert besonders gut mit Baumwolle oder Leinen und wirkt etwas rustikaler.

Damit sich die Ränder nicht stark auflösen, kannst du sie mit einer Zackenschere zuschneiden.

Diese Variante ist besonders praktisch, wenn du viele Sterne für eine Girlande nähen möchtest.

Welche Stoffe passen besonders gut zu Weihnachten?

Du brauchst für Weihnachtsdeko nicht unbedingt klassischen roten Weihnachtsstoff.

Sehr gemütlich wirken beispielsweise:

Wenn du mehrere Sterne nähst, kannst du bewusst drei oder vier Stoffe auswählen, die farblich zusammenpassen.

So entsteht automatisch eine kleine Kollektion.

Für einen ruhigen skandinavischen Stil würde ich beispielsweise Creme, Beige, warmes Braun und gedecktes Salbeigrün miteinander kombinieren.

Was kannst du mit den fertigen Stoffsternen machen?

Die Sterne sind erstaunlich vielseitig.

Als Weihnachtsbaumschmuck

Durch die eingenähte Schlaufe kannst du die Sterne direkt an den Weihnachtsbaum hängen.

Besonders schön wirken sie zwischen schlichten Holzelementen und warmen Lichtern.

Als Geschenkanhänger

Ein kleiner Stoffstern kann gleichzeitig Teil der Geschenkverpackung und ein kleines zusätzliches Geschenk sein.

Binde ihn einfach mit Garn oder Kordel auf ein in Kraftpapier verpacktes Geschenk.

Der Beschenkte kann den Stern später als Weihnachtsdeko weiterverwenden.

Als Girlande

Nähe mehrere Sterne und befestige sie mit etwas Abstand an einer längeren Schnur.

Eine solche Stoffsterngirlande kannst du beispielsweise:

  • an einem Regal
  • vor einem Fenster
  • über einer Kommode
  • an einem Zweig
  • oder an einer Wand

befestigen.

Als kleine Weihnachtsdeko in einer Schale

Auch ohne Aufhänger kannst du einige Sterne nähen und zusammen mit Zapfen oder schlichten Holzelementen in eine Schale legen.

So kannst du selbst kleinste Stoffreste noch sinnvoll verwenden.

Kann man Stoffsterne auch von Hand nähen?

Ja.

Wenn du keine Nähmaschine hast, kannst du die Sterne auch vollständig von Hand zusammennähen.

Verwende dafür kleine Rückstiche, damit die Naht stabil bleibt.

Gerade für ein einzelnes Exemplar oder als ruhiges Projekt am Abend funktioniert das erstaunlich gut.

Wenn du allerdings zehn oder zwanzig Sterne für eine Girlande herstellen möchtest, ist die Nähmaschine natürlich wesentlich schneller.

Typische Fehler beim Nähen von Stoffsternen

Die Sternspitzen werden rund

Das passiert meistens, wenn die Nahtzugabe an den Spitzen zu dick ist.

Schneide die Nahtzugabe deshalb vor dem Wenden vorsichtig zurück.

Die inneren Ecken ziehen

In diesem Fall fehlt häufig ein kleiner Einschnitt in der Nahtzugabe.

Schneide die Nahtzugabe zwischen den Sternspitzen vorsichtig bis knapp vor die Naht ein.

Der Stern sieht sehr aufgebläht aus

Dann hast du wahrscheinlich zu viel Füllwatte verwendet.

Bei kleinen Dekoanhängern genügt überraschend wenig Füllung.

Der Aufhänger zeigt nach innen

Prüfe vor dem Nähen noch einmal die Richtung:

Die Schlaufe liegt beim Zusammennähen zwischen den Stofflagen und zeigt nach innen.

Nach dem Wenden befindet sie sich automatisch außen.

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Eine einfache Weihnachtsdeko aus Stoffresten

Diese Stoffsterne gehören zu den Projekten, für die du weder viel Material noch besonders viel Zeit brauchst.

Und genau deshalb eignen sie sich wunderbar, um eine kleine Stoffrestekiste tatsächlich einmal zu leeren, statt die Reste nur für ein zukünftiges Projekt aufzubewahren.

Du kannst erst einen einzelnen Stern ausprobieren und anschließend aus deinen schönsten Stoffresten eine kleine Serie nähen.

Keiner davon muss vollkommen gleich aussehen.

Gerade unterschiedliche Stoffe, kleine Größenunterschiede und die weiche Form machen diese Weihnachtssterne so gemütlich.

Und vielleicht landet beim nächsten Nähprojekt der kleine Stoffabschnitt dann nicht mehr im Müll – sondern direkt im Stapel für den nächsten Stern.

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