
Du gestaltest gern, nähst, fotografierst, bastelst oder hast ständig neue Ideen im Kopf? So geht es mir auch - eigentlich habe ich immer zu viele Ideen im Kopf, zu viele Dinge, die ich mal eben noch umsetzen möchte...
Vielleicht hast du dich dann auch schon einmal gefragt, ob daraus nicht irgendwann ein kleiner Nebenverdienst entstehen könnte.
Nicht gleich ein großes Business. Nicht jeden Tag Social Media. Und schon gar nicht dieses Gefühl, ständig noch mehr machen zu müssen.
Sondern eher die Frage:
Kann ich mit etwas, das mir sowieso Freude macht, von zu Hause aus ein bisschen Geld verdienen?

Die Antwort ist: Ja, das ist durchaus möglich.
Natürlich funktioniert nicht jede Idee für jeden Menschen. Und meistens dauert es eine Weile, bis wirklich regelmäßig Geld hereinkommt. Aber gerade kreative Fähigkeiten lassen sich heute auf viele unterschiedliche Arten nutzen.
Hier findest du sieben Möglichkeiten, die sich auch dann eignen können, wenn du klein anfangen möchtest.
1. Digitale Produkte erstellen und verkaufen

Digitale Produkte haben einen großen Vorteil: Du erstellst sie einmal und kannst sie anschließend immer wieder verkaufen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Printables
- Checklisten
- Planer
- Vorlagen
- Karten
- Etiketten
- digitale Sticker
- Cliparts
- Schnittmuster
- kleine E-Books
In meinem Shop findest du Beispiele für digitale Produkte - ich erstelle liebend gern kleine eBooks, die dir ausführlich ein Projekt erklären. Die kann ich für kleines Geld verkaufen und hoffentlich einem lieben Menschen helfen.
Vielleicht hast du sogar schon Dinge erstellt, die du selbst regelmäßig benutzt.
Eine schöne Einkaufsliste, eine Geschenkidee zum Ausdrucken, eine Vorlage für einen Wochenplan oder kleine Karten für besondere Anlässe können auch für andere interessant sein.
Gerade am Anfang würde ich nicht versuchen, gleich zwanzig verschiedene Produkte zu erstellen.
Ein einziges gutes Produkt reicht vollkommen, um herauszufinden, ob dir das Ganze überhaupt Spaß macht.
2. Eigene Anleitungen verkaufen
Wenn du gern nähst, bastelst, zeichnest oder andere kreative Projekte umsetzt, kannst du dein Wissen auch in Form einer Anleitung weitergeben.
Das kann beispielsweise sein:
- eine Nähanleitung
- ein kleines DIY-E-Book
- eine Bastelanleitung
- eine Schritt-für-Schritt-Vorlage
- ein Mini-Kurs
Dabei musst du nicht unbedingt etwas völlig Neues erfinden.
Oft hilft es schon, einen Vorgang besonders einfach zu erklären oder ein Projekt so aufzubereiten, dass jemand anderes es problemlos nachmachen kann.
Gerade wenn Freunde oder Bekannte häufig fragen:
„Wie hast du das gemacht?“ kann darin schon eine Produktidee stecken.
3. Einen kleinen Online-Shop aufbauen
Du kannst deine Produkte natürlich auch über einen eigenen kleinen Online-Shop verkaufen.
Das müssen es nicht unbedingt physische Produkte sein.
Digitale Downloads eignen sich besonders gut, weil du dich nicht um Verpackung, Porto oder Lagerhaltung kümmern musst.

Ein eigener Shop braucht allerdings etwas Zeit.
Produkte müssen erstellt, Produktseiten geschrieben und Besucher auf die Seite gebracht werden.
Deshalb würde ich auch hier klein beginnen.
Ein paar gute Produkte sind am Anfang oft sinnvoller als ein riesiges Sortiment.
4. Kreative Bücher über Amazon KDP veröffentlichen
Eine weitere Möglichkeit ist Amazon KDP.
Darüber können beispielsweise Bücher veröffentlicht werden, ohne dass du selbst Kartons voller Bücher zu Hause lagern musst.
Je nach Thema könnten das zum Beispiel sein:
- Kreativbücher
- Journals
- Planer
- Arbeitsbücher
- Rätselbücher
- Malbücher
- Notizbücher
- Anleitungsbücher
Besonders spannend finde ich dabei Bücher, die wirklich einen Nutzen haben.
Also nicht einfach irgendein leeres Notizbuch, sondern etwas, das jemand gern verwendet.
Wenn du ohnehin gern gestaltest, kann das eine schöne zusätzliche Möglichkeit sein.
5. Mit einem Blog Geld verdienen
Ein Blog ist wahrscheinlich die langsamste Möglichkeit in dieser Liste.
Gleichzeitig kann er langfristig sehr wertvoll werden.
Auf einem Blog kannst du deine Ideen sammeln, Anleitungen veröffentlichen und Menschen immer wieder auf deine Inhalte aufmerksam machen.
Mögliche Einnahmequellen sind beispielsweise:
- Affiliate-Links
- eigene Produkte
- Werbung
- Kooperationen
- Newsletter
- Kurse oder Mitgliederbereiche
Der große Vorteil ist, dass ein guter Artikel auch Monate oder Jahre später noch gefunden werden kann.
Allerdings braucht ein Blog Geduld.
Es dauert, bis genügend hilfreiche Inhalte vorhanden sind und regelmäßig Besucher kommen.
Für mich ist genau das aber auch das Schöne daran:
Du baust dir nach und nach eine eigene kleine Sammlung wertvoller Inhalte auf, quasi deine eigene kleine Welt mit allen Dingen, die dich interessieren.

6. Affiliate-Marketing nutzen
Affiliate-Marketing bedeutet, dass du Produkte empfiehlst, die du selbst nutzt oder sinnvoll findest.
Kauft jemand über deinen speziellen Link, bekommst du dafür eine Provision.
Das können zum Beispiel sein:
- Bastelmaterialien
- Geräte
- Bücher
- Software
- Kurse
- Werkzeuge
Wichtig finde ich dabei, nur Dinge zu empfehlen, die wirklich zum eigenen Inhalt passen und vor allem Dinge, die du bereits benutzt und ausprobiert hast. Wir alle haben solche Dinge zuhause.
Wenn ich über ein DIY-Projekt schreibe und dafür bestimmte Materialien verwendet habe, ist es für meine Leser oft sogar hilfreich, wenn ich direkt verlinke, was ich benutzt habe. Außerdem haben diese Links für meine Leser keinen Nachteil: Meine Empfehlung kostet nichts!
Affiliate-Marketing funktioniert deshalb besonders gut, wenn es nicht wie Werbung wirkt, sondern tatsächlich eine Frage beantwortet.
7. Pinterest nutzen, damit deine Inhalte gefunden werden
Und dann gibt es noch einen Punkt, den viele am Anfang unterschätzen:
Du kannst das schönste Produkt der Welt erstellen – wenn niemand davon weiß, wird es natürlich schwierig, es zu verkaufen.
Genau hier kann Pinterest interessant werden.
Pinterest ist für mich weniger ein klassisches soziales Netzwerk und eher eine Mischung aus Suchmaschine und Ideenplattform.
Menschen suchen dort ganz gezielt nach Dingen wie:
- DIY-Ideen
- Nähprojekten
- Rezepten
- Geschenkideen
- Printables
- Organisation
- Vorlagen
- kreativen Projekten
Damit passt Pinterest besonders gut zu kreativen Themen.
Ich selbst nutze Pinterest, um Menschen auf meine Inhalte aufmerksam zu machen und habe mir dafür auch Unterstützung und eine Weiterbildung geholt. Ich habe in Annika's Pinterest Akademie* mitgemacht und dort endlich (ja, wirklich endlich, weil ich jahrelang damit keinen Erfolg hatte!) gelernt, wie ich Menschen auf meine Webseite bringe. Wie immer: Im Nachhinein ist es so schön einfach - wenn man denn weiß, wie.
Wenn du dich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchtest, kann ein strukturierter Pinterest-Kurs sinnvoll sein, weil du dadurch nicht jede Strategie selbst ausprobieren musst.
Hier geht's zu Annika's Kurs* aber du kannst natürlich auch erst einmal an ihrem kostenlosen Webinar teilnehmen.
Wichtig ist aber auch hier:
Pinterest ist keine Abkürzung zu schnellem Geld.
Es ist eher ein zusätzlicher Weg, damit deine bereits vorhandenen Inhalte überhaupt gefunden werden.
Du musst nicht sofort ein Business daraus machen
Vielleicht liest du diese Möglichkeiten und denkst gerade:
„Das klingt interessant, aber ich möchte eigentlich gar kein richtiges Business.“
Das musst du auch nicht.
Du kannst genauso gut mit einem einzigen Produkt anfangen.
Oder mit einem kleinen Blog.
Oder mit einem Buch.
Oder du probierst einfach aus, ob dir das Erstellen digitaler Produkte überhaupt Freude macht.
Viele Dinge entwickeln sich erst mit der Zeit.
Manchmal entsteht aus einem Hobby irgendwann ein kleiner Nebenverdienst.
Und manchmal bleibt es einfach ein Hobby – auch das ist vollkommen in Ordnung.
Fang mit dem an, was du sowieso gern machst
Wenn du gern gestaltest, würde ich nicht zuerst überlegen:
„Was kann ich verkaufen?“
Sondern:
„Was mache ich ohnehin gern und was davon könnte auch für jemand anderen hilfreich sein?“
Das ist oft der bessere Ausgangspunkt.
Denn ein kleines kreatives Projekt fühlt sich sehr anders an als die Vorstellung, plötzlich ein komplettes Online-Business aufbauen zu müssen.
Vielleicht ist deine erste Idee nur eine kleine Vorlage.
Ein E-Book.
Eine Anleitung.
Oder ein Printable.
Und genau daraus kann sich mit der Zeit etwas Größeres entwickeln.
Kreativ von zu Hause Geld verdienen darf klein anfangen
Es gibt heute viele Möglichkeiten, kreative Fähigkeiten von zu Hause aus zu nutzen.
Du könntest digitale Produkte erstellen, Anleitungen verkaufen, Bücher veröffentlichen, einen Blog aufbauen oder deine Inhalte über Pinterest sichtbar machen.
Du musst aber nicht alles gleichzeitig machen.
Such dir eine Möglichkeit aus, die zu dir passt, und probiere sie erst einmal in Ruhe aus.
Denn am Ende sollte deine kreative Arbeit nicht zu einem weiteren Punkt auf deiner To-do-Liste werden.
Sie darf sich immer noch nach etwas anfühlen, das du gern machst.

