Salzteig-Häuschen basteln: kleine Weihnachtsanhänger selber machen

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Ein paar kleine Häuser, dicht nebeneinander auf einem Regal, an einem Zweig oder an einem Weihnachtsgeschenk – und schon hast du eine ruhige winterliche Dekoration - die aber auch das ganze Jahr über bleiben kann.

Diese kleinen Salzteig-Häuschen bestehen aus wenigen Zutaten, lassen sich ohne besondere Werkzeuge formen und können nach dem Trocknen ganz schlicht bleiben oder sparsam bemalt werden.

Du kannst einzelne Häuser als Weihnachtsanhänger am Tannenbaum verwenden, mehrere zu einem kleinen Winterdorf zusammenstellen oder sie mit einem Band an Geschenke binden. Gerade weil jedes Häuschen ein wenig anders wird, sieht die fertige Dekoration besonders schön und handgemacht aus.

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Salzteig-Häuschen basteln – eine einfache Idee für den Advent

Salzteig gehört zu den Materialien, die man oft schon zuhause hat. Mehl, Salz und Wasser reichen für die Grundmasse aus. Du musst nichts lange zusammensuchen und kannst auch spontan anfangen.

Für die Häuschen brauchst du außerdem keine perfekten Ausstechformen. Ein kleines Messer, ein Lineal oder eine selbst gezeichnete Papierschablone genügen vollkommen.

So entstehen schlichte Hausformen mit geraden oder leicht schiefen Dächern, kleinen Fenstern und Türen. Die Häuschen dürfen ausdrücklich ein wenig unregelmäßig aussehen. Genau das macht aus einem einfachen Stück Salzteig ein kleines handgemachtes Einzelstück.

Das brauchst du für die Salzteig-Häuschen

Für einen kleinen Schwung Häuser benötigst du:

  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Tasse feines Salz
  • etwa 1 Tasse lauwarmes Wasser
  • optional 1 Esslöffel neutrales Pflanzenöl
  • eine Rührschüssel
  • ein Nudelholz* oder eine glatte Flasche
  • Backpapier
  • ein kleines Messer
  • einen Holzspieß oder Zahnstocher
  • optional Papier und Bleistift für Schablonen
  • optional Acrylfarbe in Creme, Weiß oder Salbeigrün (am besten nimmst du so ein Set*, das ist kostengünstiger)
  • Pinsel*
  • schmales Band* oder Naturkordel*
  • optional matter Klarlack* zum Versiegeln
  • Modellierwerkzeug*

Die genaue Wassermenge kann je nach Mehl etwas variieren. Gib das Wasser deshalb nicht auf einmal hinzu, sondern arbeite dich langsam an eine glatte, formbare Konsistenz heran.

Wichtig: Salzteig ist nicht essbar

Auch wenn Salzteig aus Küchenzutaten besteht, ist er wegen seines sehr hohen Salzgehalts nicht zum Essen geeignet. Stelle den Teig und die fertigen Anhänger deshalb nicht zusammen mit Lebensmitteln bereit.

Auch Haustiere sollten Salzteig nicht erreichen können. Das gilt sowohl für den noch weichen Teig als auch für getrocknete Anhänger.

Schritt 1: Salzteig vorbereiten

Gib Mehl und Salz in eine Schüssel und vermische beides gründlich.

Füge anschließend nach und nach das lauwarme Wasser hinzu. Knete die Masse zuerst in der Schüssel und danach einige Minuten mit den Händen weiter, bis ein glatter Teig entsteht.

Ist der Salzteig zu trocken und brüchig, gib teelöffelweise noch etwas Wasser hinzu. Klebt er stark, hilft eine kleine Menge Mehl.

Ein Esslöffel neutrales Öl macht den Teig etwas geschmeidiger. Notwendig ist das Öl jedoch nicht.

Der fertige Salzteig sollte sich gut ausrollen lassen, ohne an den Händen zu kleben oder an den Rändern sofort zu reißen.

Schritt 2: Hausvorlagen zeichnen

Für gleichmäßige Häuschen kannst du dir zunächst zwei oder drei einfache Vorlagen aus Papier schneiden.

Zeichne dafür Rechtecke mit unterschiedlichen Dächern:

  • ein schmales Haus mit Spitzdach,

  • ein etwas breiteres Haus,

  • ein kleines Häuschen mit schrägem Dach.

Eine Höhe von ungefähr 6 bis 9 cm eignet sich gut für Anhänger. Für ein kleines Winterdorf dürfen einzelne Häuser auch größer oder kleiner sein.

Du musst die Formen nicht millimetergenau planen. Eine kleine Häusergruppe wirkt lebendiger, wenn die Gebäude nicht vollkommen identisch sind.

Schritt 3: Salzteig ausrollen und Häuser ausschneiden

Rolle den Teig auf Backpapier ungefähr 5 mm dick aus.

Zu dünne Anhänger brechen später leichter. Sehr dicke Stücke benötigen dagegen deutlich mehr Zeit zum Trocknen.

Lege deine Papierschablonen auf den ausgerollten Teig und schneide die Formen mit einem kleinen Messer vorsichtig nach. Du kannst die Häuser auch frei Hand ausschneiden.

Glätte ausgefranste Kanten mit einem leicht angefeuchteten Finger. Verwende dabei nur sehr wenig Wasser, damit der Teig nicht weich und klebrig wird.

Schritt 4: Fenster, Türen und Aufhängelöcher gestalten

Mit einem Holzspieß kannst du ein Loch oben in die Spitze des Hauses machen. Kleine Fenster und Türen kannst du entweder mit einem Messer oder Modellierwerkzeug* einritzen. Hier habe ich die Fenster ausgeschnitten, die Türen aber nur eingeritzt.

Besonders schlicht wirken:

  • eine einzelne Tür,
  • zwei kleine quadratische Fenster,
  • eine feine Dachlinie oder
  • ein winziges Herz über der Tür.

Wenn du die Häuser aufhängen möchtest, stichst du im oberen Bereich ein Loch für das Band ein.

Das Loch sollte groß genug sein, damit es beim Trocknen nicht vollständig zusammenzieht. Achte gleichzeitig auf genügend Abstand zum Rand, damit 

das Dach später nicht ausbricht.

Für stehende Deko-Häuschen brauchst du natürlich kein Loch.

Schritt 5: Salzteig-Häuschen trocknen

Nun brauchen die Häuschen vor allem Zeit.

Du kannst sie an der Luft trocknen lassen. Lege sie dafür flach auf Backpapier und wende sie regelmäßig. Je nach Dicke, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit kann das mehrere Tage dauern.

Schneller geht es im Backofen. Trockne die Häuschen zunächst bei niedriger Temperatur, damit möglichst wenig Blasen oder Risse entstehen.

Als Orientierung kannst du sie bei etwa 80 bis 100 °C Ober-/Unterhitze für ungefähr zwei bis drei Stunden trocknen. Dickere Stücke brauchen länger. Lass die Backofentür zwischendurch kurz geöffnet, damit Feuchtigkeit entweichen kann.

Die genaue Dauer lässt sich nicht pauschal festlegen. Fertige Salzteigstücke fühlen sich hart und trocken an und geben auch auf der Rückseite nicht mehr nach.

Lass die Häuser anschließend vollständig auskühlen.

Schritt 6: Häuschen bemalen oder naturbelassen

Mir gefallen die kleinen Häuser schon im natürlichen, hellen Salzteigton sehr gut. So passen sie besonders schön zu einer ruhigen Dekoration aus Creme, Beige, Salbeigrün und hellem Holz.

Wenn du etwas Farbe verwenden möchtest, kannst du einzelne Häuser dünn mit matter Acrylfarbe bemalen.

Schöne Möglichkeiten sind:

  • Cremeweiß für einen ruhigen Keramik-Look,

  • gedecktes Salbeigrün,

  • ein sehr helles Beige oder

  • nur wenige weiße Details an Fenstern und Türen.

Ein Freund ist BVB Fan und hat meinen Geburtstagnachmittag dazu genutzt kleine Häuser in schwarz-gelb herzustellen. Sie stehen jetzt tatsächlich in seinem Wohnzimmer ;-).

Du musst nicht jedes Häuschen vollständig anmalen. Oft sieht es stimmiger aus, wenn die natürliche Oberfläche sichtbar bleibt und nur ein paar Linien oder Flächen Farbe bekommen.

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Schritt 7: Band befestigen und Anhänger fertigstellen

Schneide ein schmales Band (gerne auch Lederband*!) oder ein Stück Naturkordel ab und ziehe es durch das vorbereitete Loch.

Für einen Weihnachtsanhänger genügt eine einfache Schlaufe. Möchtest du das Häuschen als Geschenkanhänger verwenden, kannst du es direkt in das Geschenkband einfädeln.

Wenn deine Salzteig-Häuschen länger halten sollen, kannst du sie zum Schluss dünn mit mattem Klarlack versiegeln. Das ist besonders sinnvoll, wenn sie jedes Jahr wiederverwendet werden sollen.

Salzteig bleibt dennoch ein Material für trockene Innenräume. Feuchtigkeit kann die Anhänger auch nach dem Trocknen wieder weich werden lassen.

Kleine Salzteig-Häuschen als Weihnachtsdeko

Ein einzelnes Haus ist ein hübscher Anhänger. Besonders schön wird die Idee aber, wenn du gleich mehrere unterschiedliche Formen anfertigst.

Du kannst die Häuser zum Beispiel:

  • an einen schlichten Zweig hängen,

  • als kleine Gruppe auf einem Regal aufstellen,

  • in eine flache Holzschale legen,

  • in einen Adventskranz integrieren oder

  • als Girlande an einer Kordel befestigen.

Für ein ruhiges kleines Winterdorf stellst du einige stehende Häuser auf ein schmales Holzbrett. Eine feine Lichterkette im Hintergrund sorgt abends für warmes Licht, ohne dass die Dekoration überladen wirkt.

Verwende bei Salzteig bitte keine echte Kerzenflamme in unmittelbarer Nähe. Eine batteriebetriebene Lichterkette ist für diese Dekoration die unkompliziertere Wahl.

Salzteig-Häuschen als Geschenkanhänger

Die kleinen Häuser eignen sich wunderbar als wiederverwendbare Geschenkanhänger.

Verpacke ein Geschenk in schlichtem Kraftpapier oder mattem cremefarbenem Papier. Binde ein salbeigrünes Band oder Naturkordel darum und befestige ein Häuschen daran.

Der Anhänger schmückt zunächst das Geschenk und kann später am Weihnachtsbaum oder an einem Zweig weiterverwendet werden.

Wenn du Namen ergänzen möchtest, schreibe sie auf einen separaten Papieranhänger. So bleibt das Salzteig-Haus selbst neutral und kann jedes Jahr neu eingesetzt werden.

Eine kleine Geschenkidee für Nachbarn und Gastgeber

Aus drei bis fünf Salzteig-Häuschen kannst du auch ein kleines Set zusammenstellen.

Lege die Anhänger in eine flache Kraftpapierbox, gib etwas Seidenpapier dazu und binde ein schmales Band um die Verpackung. So entsteht aus einfachen Zutaten eine persönliche Aufmerksamkeit für Nachbarn, Kolleginnen oder Gastgeber.

Eine weitere Möglichkeit ist ein kleines Winterabend-Set. Kombiniere ein Salzteig-Häuschen mit Tee, einem Glas selbst gemachtem Orangen-Zimt-Kandis oder einem hübschen Lesezeichen, oder, lege ein ätherisches Öl bei, so kann man sein Häuschen immer wieder beduften.

Dabei muss nicht alles selbst gemacht sein. Ein handgefertigtes Detail reicht, damit das Geschenk persönlich wirkt.

Varianten für deine kleinen Häuser

Wenn du nach dem ersten Schwung noch weiterbasteln möchtest, kannst du die Grundidee leicht verändern.

Häuser mit geprägter Oberfläche

Drücke vor dem Ausschneiden vorsichtig ein Stück grobes Leinen, einen sauberen Häkeldeckchen-Ausschnitt oder einen Strukturstempel in den ausgerollten Teig.

Die Prägung sollte nur flach sein, damit die Hausform stabil bleibt.

Kleine Tannenbäume aus Salzteig

Zwischen den Häusern sehen einfache Tannenformen schön aus. Schneide dafür schmale Dreiecke mit einem kleinen Stamm aus und lasse sie zusammen mit den Häusern trocknen.

Anhänger mit Sternfenster

Ein winzig ausgestochenes Sternfenster macht ein einzelnes Haus besonders. Achte darauf, dass rund um die Öffnung genug Teig stehen bleibt.

Ganzjährige Häuser

Ohne Tannenbäume, Sterne und Weihnachtsfarben funktionieren die Häuser auch nach dem Winter. In Natur, Creme oder Salbeigrün passen sie als kleine Hausanhänger zu Einzugsgeschenken oder als Dekoration für ein Schlüsselbrett.

Eine ruhige kreative Auszeit im Advent

Salzteig ist kein Projekt, das besonders schnell perfekt werden muss.

Du knetest, rollst aus, schneidest ein paar einfache Formen und lässt sie anschließend in Ruhe trocknen. Gerade dieser langsame Ablauf passt für mich gut in die Adventszeit.

Vielleicht machst du dir dazu einen Tee, hörst etwas Musik und gestaltest nur fünf kleine Häuser. Es muss keine ganze Weihnachtsstadt entstehen.

Ein paar selbstgemachte Anhänger reichen vollkommen, um einem Geschenk oder einer Ecke zuhause etwas Persönliches zu geben.

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Aus Salzteig wird ein kleines Winterdorf

Für diese Salzteig-Häuschen brauchst du nur wenige Zutaten und einfache Werkzeuge.

Trotzdem kannst du daraus ganz unterschiedliche Dinge machen: Weihnachtsanhänger, wiederverwendbare Geschenkanhänger, eine kleine Girlande oder ein schlichtes Winterdorf für dein Regal.

Und weil jedes Haus ein bisschen anders aussieht, entsteht genau die Art von Weihnachtsdekoration, die nicht gekauft und vollkommen sein muss.

Sondern einfach selbst gemacht.

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