Stoffherzen für Weihnachten selber nähen

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Von manchen Stoffen bleibt nach dem Nähen nur noch ein kleines Stück übrig.

Zu klein für eine Tasche. Zu klein für ein Kissen.

Aber viel zu schön zum Wegwerfen.

Genau solche Reste sammle ich gern für kleine Projekte – und Weihnachten ist dafür die perfekte Gelegenheit.

Heute nähen wir daraus kleine Stoffherzen.

Die Herzen werden leicht ausgestopft und bekommen oben ein schmales Band. Damit kannst du sie an einen Zweig hängen, als Weihnachtsdeko verwenden oder an einem Geschenk befestigen.

Und weil wir dafür wirklich nicht viel Stoff benötigen, ist das Projekt eine schöne Ergänzung zu meinen Stoffsternen und Stofftannenbäumen.

Vielleicht entsteht aus deinen Stoffresten am Ende sogar eine kleine zusammenpassende Weihnachtskollektion.

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Das brauchst du für die Stoffherzen

Für ein Stoffherz benötigst du:

Besonders gut eignen sich Baumwoll- und Leinenstoffe.

Für eine ruhige Weihnachtsdekoration mag ich Creme, Beige, Salbeigrün und kleine dezente Muster besonders gern.

Aber schau zuerst in deine Restekiste.

Vielleicht liegt dort längst die perfekte Kombination.

Stoffsterne selber machen

Stoffsterne lassen sich ganz flexibel einsetzen - sie sind sowohl eine schöne Tischdecko als auch schöner Baumschmuck oder ein Geschenkanhänger.

Lerne auf 25 Seiten mehr über das Nähen von Stoffsternen, die dein Zuhause lange schöner machen!

Welche Stoffe eignen sich für Stoffherzen?

Am einfachsten lassen sich feste Webstoffe vernähen.

Baumwollstoff ist deshalb gerade für Anfänger eine gute Wahl.

Auch Leinen oder Leinenmischungen sehen wunderschön aus. Bei sehr grob gewebtem Stoff solltest du allerdings darauf achten, genügend Nahtzugabe einzuplanen, damit die Kanten nicht ausfransen.

Elastische Jerseystoffe würde ich für dieses Projekt eher nicht verwenden.

Das Herz soll seine Form behalten – dafür sind nicht dehnbare Stoffe unkomplizierter.

Vorder- und Rückseite müssen nicht gleich sein

Gerade bei der Stoffresteverwertung finde ich es schön, unterschiedliche Stoffe miteinander zu kombinieren.

Zum Beispiel:

Creme + Salbeigrün.

Feine Streifen + Uni.

Kleine Punkte + Leinen.

Dadurch kannst du sogar winzige Lieblingsstoffreste noch verwenden.

Einfache Herzvorlage selber zeichnen

Für ein Stoffherz brauchst du kein kompliziertes Schnittmuster.

Falte ein Stück Papier in der Mitte.

Zeichne an der gefalteten Kante eine halbe Herzform auf und schneide sie aus.

Wenn du das Papier wieder auseinanderfaltest, hast du automatisch ein symmetrisches Herz.

Für Weihnachtsanhänger finde ich eine Größe von ungefähr 9 bis 12 cm Höhe schön.

Möchtest du die Herzen eher als kleine Kissen oder Dekoration verwenden, kannst du sie natürlich größer machen.

Nahtzugabe nicht vergessen

Du hast zwei Möglichkeiten.

Entweder enthält deine Papiervorlage bereits etwa 0,7–1 cm Nahtzugabe.

Oder du zeichnest die eigentliche Herzform auf und schneidest den Stoff rundherum entsprechend größer aus.

Wichtig ist nur, dass beide Stoffteile am Ende identisch sind.

Stoff für das Herz zuschneiden

Lege zwei Stoffstücke rechts auf rechts aufeinander.

Die schönen Stoffseiten zeigen also nach innen.

Lege deine Herzvorlage darauf und befestige sie.

Schneide anschließend beide Stofflagen aus.

Nun hast du Vorder- und Rückseite deines Stoffherzens.

Aufhänger vorbereiten

Bevor wir die beiden Herzteile zusammennähen, kommt bereits das Band hinein.

Schneide ungefähr 15 bis 20 cm Band (Juteband* ist prima) ab und lege es zu einer Schlaufe.

Die Schlaufe liegt zwischen den beiden Stofflagen.
Die offenen Bandenden schauen oben an der Herzmitte ein kleines Stück über die Stoffkante hinaus; die eigentliche Schlaufe liegt zwischen den Stoffteilen.

Stecke das Band gut fest.

Nach dem Wenden befindet sich die Schlaufe dann automatisch außen.

Stoffherz zusammennähen

Stecke die beiden Stoffteile rundherum zusammen.

Nähe anschließend mit einem Geradstich um das Herz.

Am besten beginnst du an einer relativ geraden Stelle an einer der unteren Seiten.

Lass dort eine etwa 4 cm große Wendeöffnung frei.

Über diese Öffnung drehen wir das Herz später auf rechts und geben die Füllwatte hinein.

An der Herzspitze

Nähe bis kurz vor die untere Spitze.

Lass die Nadel im Stoff, hebe das Nähfüßchen an und drehe das Herz.

Anschließend nähst du auf der anderen Seite weiter.

So wird die Spitze deutlich sauberer.

Nahtzugabe einschneiden

Dieser Schritt macht bei einem Herz einen erstaunlich großen Unterschied.

Schneide die Nahtzugabe an der unteren Spitze etwas zurück.

An der oberen Einbuchtung des Herzens setzt du einen vorsichtigen kleinen Schnitt in Richtung Naht.

Nicht in die Naht schneiden.

An den Rundungen kannst du die Nahtzugabe zusätzlich mit mehreren kleinen Einschnitten versehen.

Dadurch legt sich der Stoff nach dem Wenden besser und das Herz bekommt seine typische Form.

Stoffherz wenden

Ziehe das Herz vorsichtig durch die Wendeöffnung.

Arbeite anschließend die untere Spitze mit einem stumpfen Holzstäbchen vorsichtig heraus.

Auch die Rundungen kannst du damit ein wenig formen.

Benutze dafür keinen spitzen Gegenstand – sonst ist schneller ein Loch im Stoff, als einem lieb ist.

Jetzt sollte auch die kleine Bandschlaufe oben aus dem Herz herauskommen.

Und plötzlich sieht das Ganze schon ziemlich nach Weihnachtsanhänger aus.

Stoffherz füllen

Nun kommt die Füllwatte hinein.

Nimm immer nur kleine Mengen und verteile sie gleichmäßig im Herz.

Beginne am besten an den Stellen, die am weitesten von der Wendeöffnung entfernt sind.

Das Herz soll schön weich und leicht gepolstert sein.

Zu fest würde ich es nicht stopfen.

Gerade bei kleinen Weihnachtsanhängern gefällt mir eine eher flache, weiche Form besser.

Wendeöffnung schließen

Schlage die Nahtzugaben der Öffnung nach innen.

Nun kannst du die Öffnung von Hand schließen.

Besonders unauffällig gelingt das mit einem Leiter- oder Matratzenstich.

Und fertig ist dein erstes Stoffherz.

Drei Stoffherzen aus unterschiedlichen Resten

Wenn die Nähmaschine sowieso schon auf dem Tisch steht, würde ich nicht nur ein Herz nähen.

Drei kleine Herzen aus unterschiedlichen, aber zusammenpassenden Stoffen sehen viel schöner aus.

Zum Beispiel:

  • ein cremefarbenes Herz
  • ein salbeigrünes Herz
  • ein Herz mit feinen beige-cremefarbenen Streifen

Verwende für alle dasselbe Band.

Dadurch wirken die Anhänger trotz unterschiedlicher Stoffe wie eine kleine Serie.

Stoffherzen als Weihnachtsdeko verwenden

Natürlich kannst du die Herzen an den Weihnachtsbaum hängen.

Ich mag sie aber fast noch lieber an einem schlichten Zweig.

Ein paar Stoffherzen, Stoffsterne und eine kleine warmweiße Lichterkette reichen vollkommen.

Gerade bei selbstgemachter Weihnachtsdeko muss nicht jede freie Stelle gefüllt werden.

Ein paar ausgewählte Dinge wirken oft viel gemütlicher.

Zusammen mit Stoffsternen

Besonders schön wird es, wenn du die Stoffherzen mit meinen Stoffsternen kombinierst.

Verwende dafür dieselben Stoffe oder zumindest eine ähnliche Farbpalette.

Dann passen Sterne und Herzen automatisch zusammen.

Und aus einzelnen kleinen Projekten wird nach und nach eine ganze Weihnachtsdekoration.

Stoffherzen als Geschenkanhänger

Eine meiner liebsten Verwendungen ist gleichzeitig eine sehr praktische:

Benutze das Stoffherz einfach statt eines klassischen Geschenkanhängers.

Verpacke dein Geschenk in schlichtes Kraftpapier oder helles Papier und binde ein Band darum.

Das Stoffherz kommt mit an das Band.

Wenn du noch einen Namen ergänzen möchtest, kannst du zusätzlich einen kleinen Papieranhänger befestigen.

Das Herz selbst bleibt ohne Beschriftung und kann nach dem Auspacken weiterverwendet werden.

So wird die Geschenkverpackung gleich ein bisschen zum Geschenk.

Kleine Stoffherzen verschenken

Du kannst natürlich auch die Herzen selbst verschenken.

Nähe beispielsweise ein Set aus drei Anhängern und kombiniere:

  • ein Herz
  • einen Stern
  • einen kleinen Stofftannenbaum

Wenn alle drei aus derselben Stoffwelt stammen, hast du ein kleines handgemachtes Weihnachtsdeko-Set.

Dafür brauchst du kaum zusätzliches Material.

Im besten Fall verwendest du ausschließlich Reste aus deiner Stoffkiste.

Was tun mit noch kleineren Stoffresten?

Nach diesem Projekt bleiben wahrscheinlich wieder kleine Schnipsel übrig.

Sehr kleine Baumwollreste kannst du beispielsweise sammeln und später als Füllmaterial für geeignete Projekte verwenden.

Etwas größere Stücke kannst du für kleine Applikationen, Patchwork oder weitere Weihnachtsanhänger aufheben.

Ich habe mir angewöhnt, brauchbare Reste nach Farben zu sortieren.

Dadurch sehe ich viel schneller, ob für ein kleines Projekt noch genug zusammenpassendes Material vorhanden ist.

Eine kleine Weihnachtsserie aus Stoffresten

Wenn du meine Stoffsterne, Stofftannenbäume und jetzt die Stoffherzen zusammennähst, hast du bereits drei Projekte, die wunderbar miteinander funktionieren.

Du musst dafür nicht einmal neue Stoffe kaufen.

Gerade das gefällt mir an dieser kleinen Serie.

Aus Resten, die sonst vielleicht irgendwann aussortiert worden wären, entsteht nach und nach eine ganz persönliche Weihnachtsdekoration.

Und wenn ein Herz ein wenig schiefer ist als das andere?

Dann sieht man wenigstens, dass es tatsächlich selbstgemacht ist.

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